Götterdrachen

Götterdrachen

Galadis, die Göttin des Lichts, und Arkas, der Gott der Dunkelheit, erschufen zusammen das Reich Aseiyah. Ihre beiden Söhne, Akumu und Yume, sollten sich dort niederlassen und gemeinsam herrschen. Doch dann wurde der Alptraumgott Akumu eifersüchtig auf seinen Bruder, den Traumgott Yume, und tötete ihn. Um sich seine Kräfte einzuverleiben, fraß er sein Herz. Erschüttert von dieser Tat setzten Galadis und Arkas alles daran, ihren Sohn aufzuhalten. Denn nicht ohne Grund sind die Kräfte unter den Göttern aufgeteilt …

Galadis und Arkas, sowie ihre Söhne Akumu und Yume, sind die einzigen bekannten Götterdrachen.

 

Galadis – die Göttin des Lichts

Die Göttin des Lichts und allen Lebens wurde aus dem Licht eines sterbenden Sterns geboren. Sie war sehr mächtig und weise, doch ihr Herz litt unter dem Schmerz der Einsamkeit. Ihr Wunsch, nicht mehr allein zu sein, wurde schließlich so stark, dass daraus ein weiterer Gott entstand, der ihr zur Seite stehen sollte: Arkas, der Gott der Dunkelheit. Wie zwei Seiten einer Münze, Licht und Schatten, sollten Galadis und Arkas gemeinsam das Gleichgewicht des Universums bewahren. Als Schöpfer vieler neuer Welten wurden sie gleichermaßen von allen Lebewesen verehrt. Aus ihrer unsterblichen Liebe entstanden der Gott der Träume, Yume, und der Gott der Alpträume, Akumu. Nach dem Machtaufstieg Akumus gaben Galadis und Arkas ihr Leben, um ihren Sohn aufzuhalten.

 

 

 

 

 

Arkas – der Gott der Dunkelheit

Aus Galadis‘ Wunsch, der Einsamkeit zu entkommen, wurde Arkas geboren. Als Gott der Dunkelheit und des Todes war er das genaue Gegenteil der Lichtgöttin – was zunächst dazu führte, dass die beiden sich bekämpften. Licht gegen Dunkel, Leben gegen Tod. Viele Jahrhunderte dauerte ihr Kampf um Dominanz, doch nie konnte einer über den anderen siegen. Die Götter wurden des Kämpfens müde und begannen, sich vorsichtig anzunähern. Sie redeten miteinander, tauschten sich aus und aus ihrer Feindschaft wurde Freundschaft. Sie erkannten, dass sie nicht dazu bestimmt waren, sich zu bekämpfen, sondern das Gleichgewicht des Universums zu bewahren. Aus ihrer Freundschaft entstand schließlich eine unsterbliche Liebe und die beiden Götter erschufen viele neue Welten und ihre Bewohner. Aus ihrer Verbindung entstanden der Gott der Träume, Yume, und der Gott der Alpträume, Akumu. Nach dem Machtaufstieg Akumus gaben Arkas und Galadis ihr Leben, um ihren Sohn aufzuhalten.

 

 

Yume – der Gott der Träume

Nach der Schöpfung ihrer letzten Welt, Aseiyah, beschlossen die Götterdrachen, ihr Erbe weiterzugeben. Sie zeugten zwei Söhne, Yume und Akumu, die ihre Nachfolge antreten sollten.

Yume schlug nach seiner Mutter Galadis und wurde der Gott der Träume. Die Bewohner Aseiyahs verehrten ihn, denn er schenkte ihnen wunderschöne Träume und Hoffnung und galt als gütig und weise. Er bemerkte, dass sein Bruder Akumu sich nach und nach veränderte, da er als Alptraumgott von den Lebewesen gefürchtet und verachtet wurde. Doch Yume hatte niemals geglaubt, dass sein Bruder sich gegen ihn wenden würde. Sein bedingungsloses Vertrauen in seinen Bruder ließ ihn unvorsichtig werden und führte schließlich zu seinem Verderben durch Akumus Hand.

 

 

Akumu – der Gott der Alpträume

Akumu schlug ganz nach seinem Vater Arkas und wurde zum Gott der Alpträume. So wie ihre Eltern sich perfekt ergänzten, sollten auch ihre Söhne das Gleichgewicht der Welt erhalten. Licht und Schatten, Traum und Alptraum waren die nötigen Gegensätze, um alles Leben zu erhalten.

Doch während sein Bruder Yume von den Bewohnern Aseiyahs verehrt wurde, erfuhr Akumu immer mehr Zurückweisungen, Abscheu und Furcht. Er fühlte sich verraten, denn er konnte schließlich nichts dafür, dass er diese Aufgabe von seinen Eltern erhalten hatte. Aus diesem Unverständnis wuchsen Schmerz und Eifersucht, die so stark wurden, dass sie ihn verrückt machten. Eines Tages hielt er es nicht mehr aus und griff, blind vor Wut und Eifersucht, seinen eigenen Bruder Yume an. Er tötete ihn und fraß sein Herz, in der Hoffnung, dadurch seine Kräfte in sich aufnehmen zu können. Doch durch diese neue, ungebändigte Macht in ihm wurde seine Seele zerfressen und alles, was je gut in ihm gewesen war, verfiel dem Bösen. Er korrumpierte schwache Naturgeister und machte sie zu seinen Traumfressern, um Aseiyah an sich zu reißen. Galadis und Arkas sahen ein, dass sie ihren Sohn aufhalten mussten, doch sie konnten ihn nicht vernichten. Stattdessen erschufen sie ein mächtiges Siegel, um ihn für immer zu bannen. Dafür opferten sie ihr eigenes Leben.

Akumu ist nun schon sehr lange versiegelt, doch seine Traumfresser, die nach seinem Verschwinden als ausgerottet galten, tauchen wieder in Aseiyah auf …